Alle Wege führen nach Rom
Alle Wege führen bekanntlich nach Rom, einige aber auch in die Schweiz, ganz besonders, wenn es sich um kubanische Zigarren handelt. Wir werden ab und an gefragt, wie das nun sei mit den verschiedenen Wegen auf denen Kuba-Zigarren unser Land erreichen. Dazu ein paar Informationen.
Der einzige offizielle Exporteur von Kuba-Zigarren in Kuba ist die Habanos S.A., die zu einem Teil Kuba gehört und zum anderen Teil der englischen Imperial Tobacco. Die Firma Intertabak AG, teils im Besitz der Herren Heinrich Villger (Verwaltungsratspräsident) und Charles-Louis Levy, und zu 50% der Habanos S.A. gehörend, ist offizieller Importeur und Distributor von Habanos S.A. für die Schweiz und bezieht ihr Sortiment ausschliesslich von der Firma Habanos S.A. Dieses Sortiment umfasst fast alle Zigarren aller bekannten kubanischen Marken. Es kommt vor, dass gewisse Vitolas (Formate) dieser Marken zeitweise bei Intertabak AG nicht im Sortiment sind. Hier zum Beispiel kommt der Parallelimport ins Spiel, der auch in dieser Branche unter dem Einfluss der Globalisierung stetig zunimmt, solche und andere Versorgungslücken füllt, und dadurch auf der Ebene Grosshandel für Wettbewerb sorgt, so wie das im Detailhandel auch der Fall ist.
Seriöse Parallelimporteure beziehen ihre Ware von offiziellen Importeuren von Habanos S.A. in anderen Ländern (Re-Exporte). Als Beispiel möchten wir die Firma Säuberli AG in Basel nennen, eine Tochterfirma der weltweit tätigen Oettinger Davidoff Group. Säuberli AG importiert seit 1975 so gut wie alle bekannten Kuba-Marken. Intertabak importiert seit 1989. Beide Firmen haben sich so, über lange Zeit mit guter und seriöser Arbeit, bei ihren Kunden einen tadellosen Ruf erworben. Ein weiterer etablierter Parallelimporteur ist die Firma Nivelacuso GmbH in Münchenstein. Im 2009 neu hinzugekommen ist der Parallelimporteur TI-Engelgasse AG in Basel.
Wir leben in einer globalisierten Welt, in der sich vieles rasend schnell verändert. Der Fluss von Personen, Kapital und Gütern passiert zunehmend grenzenlos. Wenn ein Gut, für das eine Nachfrage besteht, auf Weg X diese Nachfrage nicht erreichen kann, dann geschieht dies eben auf Weg Y oder Z. Politik und Wirtschaft fördern die Oeffnung der Märkte, die Abschaffung non-tarifärer Schranken, den freien Güterverkehr und, sie setzen sich dafür ein, dass in immer mehr Branchen Parallelimporte erlaubt sind, und dadurch schnell zur Regel werden. Wirtschaft und Politik haben längst erkannt, dass der Zug schnell unterwegs ist, und sie haben sich, im Interesse des Wettbewerbs und der Konsumenten, entschieden beherzt aufzuspringen.
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